Leitbild
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1. Pflegeverständnis und -ziele:
Wir verstehen jeden Menschen als eine individuelle Person und wir wahren die Würde und Selbstbestimmung des Menschen im Rahmen unserer pflegerischen und betreuenden Arbeit, unabhängig von seiner Weltanschauung und seiner sozialen und kulturellen Herkunft.
Nicht die Aufmerksamkeit auf einzelne Defizite, Behinderungen oder Krankheiten sollen m Vordergrund stehen, sondern die Individualität und die Persönlichkeit des einzelnen Kunden und seine Fähigkeiten und Fertigkeiten. Dies bedeutet, den pflegebedürftigen Menschen in seinem Willen, seiner Selbstständigkeit und seiner Eigenverantwortlichkeit zu achten, zu respektieren und zu bestärken. Die Fähigkeiten, Probleme und individuellen Bedürfnisse der Kunden, die persönlichen Lebens- und Entwicklungsprozesse, die Gesundheits- und Krankheitsprozesse und die Umgebungs- und Lebensverhältnisse bilden dabei die Grundlage für individuelles, zielgerichtetes und planvolles Handeln in der Pflege und Betreuung durch die Mitarbeiter.
Aufgrund dieses Selbstverständnisse soll die Grundhaltung eines Mitarbeiters gekennzeichnet sein durch die Bereitschaft, den Kunden ernst zu nehmen und seine Individualität zu achten, den Kunden einfühlsam zu begegnen und den Kunden partnerschaftlich und kompetent zu unterstützen mit folgenden Zielen:
• Wir arbeiten nach dem Prinzip der fördernden und bedürfnisorientierten Pflege.
• Wir erfüllen die Wünsche und Bedürfnisse des pflegebedürftigen Menschen. Wir geben den pflegebedürftigen Menschen das Gefühl unserer ungeteilten Aufmerksamkeit.
• Wir beziehen den pflegebedürftigen Menschen partnerschaftlich in die Planung seiner Pflege ein und knüpfen an seine vorhandenen und entwickelten Kompetenzen an.
• Wir beziehen die Angehörigen in die Planung und die Arbeit mit dem pflegebedürftigen Menschen ein.
2. Pflegetheorie und Pflegemodell
Das Pflegekonzept des Ambulanten Pflegedienstes „Pflegen mit Herz und Verstand“ orientiert sich am Prinzip der „Fördernden Prozesspflege“ nach Monika Krohwinkel.
Fördernde Prozesspflege bedeutet:
- Lebensaktivitäten realisieren
- Beziehungen sichern und gestalten
- mit existentiellen Erfahrungen umgehen und sich daran entwickeln.
Pfleg ist als solche immer ganzheitliches Handeln und prozessorientiert. Das primäre pflegerisch Interesse richtet sich auf die pflegebedürftige Person und die persönlich Bezugsperson und auf die Fähigkeiten, Probleme und Bedürfnisse in den Aktivitäten und Existentiellen Erfahrungen des Lebens (AEDL´s).
Pflegerische Leistungen werden in den AEDL- Bereichen mehrdimensional erbracht. Die AEDL- Bereiche werden als Orientierungshilfe für die Einschätzung von physiologischen und sozialen Bedürfnissen, von Sicherheits- und Ich- Bedürfnissen, von Wünschen, Fähigkeiten und Problemen des pflegebedürftigen Menschen genutzt.
Pflege und Betreuung bedeutet: für den pflegebedürftigen Menschen eine Lebenssituation zu schaffen, in der er all die körperlichen wie seelisch-geistigen und sozialen Hilfen finden, die sie aufgrund ihrer individuellen Hilfebedürftigkeit und ihrer biografischen Situation brauchen, um ihr Leben angemessen und in Würde führen zu können.
Die primären pflegerischen Handlungen der Mitarbeiter sind:
• mit den pflegebedürftigen Personen fördern kommunizieren,
• sie ermutigen, sie anleiten, beraten und begleiten,
• in ihrem Sinne handeln
Mit der Pflege sollen die Fähigkeiten zur Realisierung und Gestaltung von Unabhängigkeit, Wohlbefinden und Lebensqualität in folgenden Lebensbereichen erhalten bleiben, erlangt und wiedererlangt werden:
AEDL = Aktivitäten uns existentielle Erahrungen des Lebens
(nach Monika Krohwinkel)
1. Kommunizieren
2. Sich bewegen
3. Vitale Funktionen des Lebens aufrecht erhalten
4. Sich pflegen
5. Essen und Trinken
6. Ausscheiden
7. Sich kleiden
8. Ruhen, schlafen, entspannen
9. Sich beschäftigen, lernen, sich entwickeln
10. Sich als Mann oder Frau fühlen und verhalten
11. Für eine sichere und fördernde Umgebung sorgen
12. Soziale Bereiche / Beziehungen sichern
13. Mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen
Jeder dieser Lebensaktivitäten ist zwar allen Menschen gemeinsam, muss aber individuell betrachtet werden.


