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Wie Unternehmen in der Pflege umweltbewusst und nachhaltig agieren können

Warum die Pflege und unser aller Umwelt zusammenhängen und anhand welcher konkreter Beispiele Pflegeunternehmen diese Beziehung fördern können.

Klima- und Umweltschutz geraten aktuell mehr und mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. Viele Unternehmen überlegen, wie sie in diesem Kontext besser handeln können. Wer sich nachhaltig verhält, garantiert, dass künftige Generationen nicht schlechter gestellt sind als die aktuellen Generationen. Umweltbewusstes Handeln stellt sicher, dass die Umwelt nicht geschädigt wird.

Wichtig ist dabei, dass nicht nur gelegentlich umweltbewusst gedacht, sondern auch wirklich langfristig nachhaltig gehandelt wird. Denn hier gilt, wie auch in der Pflege: Taten sagen mehr als nur Worte.

Da die Pflegebranche zum Dienstleistungssektor gehört, erwartet man – im Gegensatz zu den Sektoren Urproduktion und dem industriellen Sektor – weniger, dass Umweltschutz und Nachhaltigkeit wichtig sind. Das stimmt aber nicht, denn jedes Unternehmen und das Verhalten dessen Personals haben Auswirkungen – so auch die hunderttausenden Menschen in Deutschland in der Altenpflege.

Unser Leitbild „mit Vertrauen und Respekt - mit bestem Fachwissen - mit persönlicher Betreuung“ gilt deshalb natürlich ebenso im Kontext von Klima- und Umweltschutz. Wir haben Respekt vor unserer Umwelt und tragen dafür Sorge, dass wir bei unserer Arbeit umweltbewusst und nachhaltig handeln.

Folgende Maßnahmen haben wir seit unserer Unternehmensgründung 1987 bereits ergriffen:

1. „Wir geben bewusst Acht auf einen effizienten Einsatz aller Ressourcen. Nachhaltigkeit heißt für uns, kleine Änderungen im Alltag umzusetzen, die in Summe Großes bewirken.“, so Rosemarie Amos-Ziegler, Geschäftsführerin bei der WGfS GmbH. Viele dieser kleinen Änderungen erfolgen im Rahmen der laufenden Digitalisierung der Unternehmensbereiche, aber auch alltägliche Handlungen stehen im Fokus.

2. Bedachter Umgang mit Energie und Wasser gehören für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Alltag. Ob bei der Reinigung der Häuser, bei der Pflegetätigkeit oder auch anderweitig.

3. Auch die Personalabteilung denkt an die Umwelt und bietet deshalb Jobräder an. Dabei wird ein Teil des Bruttogehalts umgewandelt, etwa in eine Leasingrate. So sparen Nutzerinnen und Nutzer oft Geld gegenüber dem klassischen Kauf. Dabei gewinnen Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Umwelt und die Gesundheit.

4. Wo bei anderen Unternehmen für die notwendige Dokumentation Berge an Papier für Ausdrucke und Notizbücher entstehen, arbeitet der Mittelständler aus Filderstadt, wo immer möglich, papierlos und digital. Einerseits bleibt so mehr Zeit für das Zwischenmenschliche, andererseits sinkt der Papierverbrauch und es entsteht auch weniger Müll. Ein netter Nebeneffekt ist der reduzierte Platzbedarf für die Aufbewahrung und weniger Suchzeit in den Akten.

5. Neben Handlungen der Heimleitung, wie etwa dem Aufstellen von verschiedenen Mülleimern und dem Fokus auf das richtige Recycling von Alltagsmüll, achten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch bei größeren Abfallmengen auf richtige Entsorgung.

6. Ein oft vergessener Aspekt der Nachhaltigkeit in der Pflege ist der Fokus auf Regionales. Ob beim Einkauf von Lebensmitteln oder Pflegebedarf, beim Beauftragen von Dienstleistern, aber auch bei Ausflügen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wissen die „Filder“ sowie deren Umgebung mit ihrer Natur und ihren Menschen zu schätzen und sehen daher die Regionalität als Stärke. Diese Einstellung wird seit jeher vorgelebt und von vielen übernommen.

7. In einigen wenigen Fällen ist auch Homeoffice möglich. Auch wenn diese Maßnahme verhältnismäßig selten genutzt wird, bedeutet jeder Tag Homeoffice einen Tag ohne Anfahrt mit einem Verkehrsmittel, was in jedem Fall umweltfreundlich ist.

Zudem gibt es viele engagierte Personen in unseren Häusern, die noch einen Schritt weiter gehen und deshalb freiwillig, teils auch vor der Arbeit, noch mehr für die Umwelt tun:

1. Im WGfS Tagesclub werden im eigenen Garten leckere Kräuter angepflanzt, mit denen dann erfrischende Getränke zubereitet werden können.

2. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen wiederbefüllbare Flaschen und mehrfach verwendbare Kaffeebecher.

3. Viele nutzen statt dem Auto auch das Fahrrad/Jobrad für den Arbeitsweg, manche auch nur einige Monate im Jahr. Aber jeder Kilometer mit dem Rad bedeutet weniger Emissionen.

4. Nicht zuletzt reisen viele auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln an, eine umweltfreundliche und vor allem staufreie Alternative ganz ohne Parkplatzsuche.

Wir hoffen, diese Maßnahmen inspirieren andere Unternehmen in der Pflegebranche ebenfalls umweltbewusster zu sein. Und weil wir wissen, dass wir noch nicht alle möglichen Maßnahmen umgesetzt haben, können uns Vorschläge gerne an folgende E-Mail-Adresse geschickt werden: Alexander.Krug@wgfs.de



WGfS Mitarbeiterin Angelika mit ihrem Jobrad