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WGfS: Ein Vorreiter in der Ausbildung

Vorreiter in der Ausbildung: Die Wohngemeinschaft für Senioren (WGfS GmbH) bildet auch in Zeiten von Corona kontinuierlich neues Personal aus, führt dieses an die Altenpflege heran und übernimmt soziale Verantwortung. „Wir zeigen: Es geht auch anders. Unsere Ausbildungsplätze sind trotz der Pandemie belegt“ weiß Geschäftsführerin Rosemarie Amos-Ziegler.

27 Auszubildende durchlaufen im Jahr 2021 den Prozess des beruflichen Starts bei Filderstadts größtem Pflegedienstleister. „Die letzten zwölf Beschäftigten mit einer abgeschlossenen Ausbildung haben wir allesamt übernommen“, wer die Ausbildungsberufe durchlaufen hat, erhält einen unbefristeten Vertrag.

 

Ob Altenpflegehelfer*in, Alltagsbegleiter*in, Gesundheitskauffrau-/mann oder Pflegefachfrau-/mann - die WGfS bildet kontinuierlich und verlässlich aus: „Wir beugen dadurch Personalmangel vor, können unseren künftigen Mitarbeiter*innen unsere Philosophie näherbringen und kennen unser Personal“, sagt Rosemarie Amos-Ziegler. „Wir tun außerdem etwas für die Gesellschaft und bilden auch Menschen mit Lernschwäche aus.“ Von den derzeit 27 neuen Auszubildenden sind zwei Personen in Deutschland geboren – 25 Schüler*innen haben einen ausländischen Hintergrund.

 

Wir leisten unseren Beitrag dazu, dass Menschen in Deutschland Fuß fassen.“ Viele Auszubildende würden mit dem Sprachniveau A2 einsteigen und peu a peu an die Herausforderungen herangeführt werden. „Unser Ziel ist natürlich, möglichst viele Menschen über drei Jahre in der generalistischen Ausbildung anzuleiten. Aber wir nehmen uns immer Zeit für unsere Mitarbeiter*innen, weil wir den Schatz in jedem Einzelnen sehen und uns fragen: Kann er oder sie nicht, oder will er oder sie nicht? Wir suchen diejenigen, die gewillt sind, zu lernen. Die unterstützen wir mit allem, was wir haben.“

 

Dafür werden etliche Anreize geschaffen: So erhalten Auszubildende mit einem Jahres-Notenschnitt von 1,0 bis 1,5 beispielsweise für vier Monate einen Pkw für private Zwecke, bei einem Notenschnitt bis 2,0 für drei Monate. „Ähnliche Angebote gibt es für den Freizeit- und Wellnessbereich mit Übernachtungen. Kollegen aus anderen Einrichtungen und Freunde im privaten Bereich fragen mich immer zu, wie die Bandbreite der Angebote bei der WGfS zu erklären sei“, erklärt Betreuungsfachkraft Petra Walker. „Ich muss öfter sagen: Die Angebote gibt es wirklich. Jeder Beschäftigte kann sich zusätzlich zu den Pflichtausbildungen für alle externen und internen Fortbildungen und Seminare kostenlos anmelden. Da gibt es eine riesige Palette.“

 

Schüler*innen, die die generalistische Pflegeausbildung durchlaufen, erhalten im ersten Lehrjahr 1150 Euro brutto im Monat, 1250 Euro brutto im zweiten und 1350 Euro brutto im dritten Lehrjahr. In jenem dritten Lehrjahr werden Auszubildende zu 20 Prozent als Fachkraft in den Dienstplan eingearbeitet.

 

Wiederholt wurde die WGfS im Jahr 2021 von der Medienmarke Freundin und der Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu in der Rubrik „Gesundheit, Soziales, Pflege“ auf Platz drei der familienfreundlichsten Unternehmen Deutschlands gelistet. Über zwei Millionen Bewertungen zu 175 000 Unternehmen flossen in die Studie ein. Mitte September nun erhielt die WGfS den begehrten "Großen Preis des Mittelstandes 2021" im Bundesland Baden-Württemberg.

 

Filderstadts größter Pflegedienstleister kooperiert mit mehreren Kindergärten und Schulen, bringt Jung und Alt in Gottesdiensten zusammen und empfängt jährlich über 100 Praktikanten. „Das alles stellt eine zusätzliche Leistung unserer Mitarbeiter*innen dar, die das mittragen. Du musst die Praktikanten begleiten und heranführen. Da geht es um soziales Engagement“, weiß die Geschäftsführerin. „Unsere Mitarbeiter*innen machen das, weil sie selbst einmal an dieser Stelle waren.“

 

Das Corona-Virus mit all seinen Begleitumständen hätte den Fokus zuweilen vermehrt auf die Altenpflege gelenkt: „Wir haben vor allem zu Beginn der Pandemie gesehen, wie relevant eine gute Altenpflege ist, dass die Senioren auf unsere Hilfe angewiesen sind. Was wäre passiert, wenn die Gesundheits- und Krankenpfleger vor gut einem Jahr nicht durchgehalten hätten? Hätten wir dann italienische Verhältnisse gehabt?“, fragt Rosemarie Amos-Ziegler.

 

Dabei stelle die Altenpflege viel mehr dar, als „satt und sauber machen – es geht darum, sich mit den Senioren zu beschäftigen, ihren letzten Lebensabschnitt so zu gestalten, wie wir ihn uns selbst wünschen würden.“

Auszubildender in Kontakt mit Bewohnerin und Bewohner